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Wildbienenhäuser im Hasetal

Der Zweckverband Erholungsgebiet Hasetal möchte in Zusammenarbeit u.a. mit den Jägerschaften / Sportvereinen und Privatpersonen der Region mit einem Wildbienenhaus-Projekt dabei helfen, die reiche Artenvielfalt der Insekten und Pflanzen zu erhalten und das Wissen über die Bedeutung der Wildbienen allen Altersgruppen unserer Bevölkerung zu vermitteln.

Der Mensch hat durch sein Wirken in der Landschaft als Ackerbauer und / oder Viehzüchter seit Jahrtausenden unsere Landschaft durch den stetigen Wechsel von Weiden, Feldern und Wäldern geprägt. Wiesen und Felder waren bis vor wenigen Jahren im Sommer erfüllt vom geschäftigen Treiben vieler großer und kleiner Tiere. Jeder kennt sie noch, die Tiere und Pflanzen, die bis vor wenigen Jahren das Bild der Landwirtschaft geprägt haben: roter Mohn, Kornblumen, Schmetterlinge, Hummeln, Schwalben, Rebhühner, Bachstelzen, Kiebitze aber auch Hase und Igel. Wir handeln bevor es still wird.

Das Zusammenspiel aus vorhandenem Nahrungsraum / Baumaterial und Nistplatz ist ausschlaggebend

Diese Tier- und Pflanzenarten der Feldflur benötigen Strukturen, Saumzonen und Rückzugsräume, die ihnen Nahrung und Schutz bieten. Das Ziel dieses Projektes ist es daher, dass Menschen ihre Umwelt bewusster wahrnehmen, und ihnen die Natur auch Mittels Insektenhäuser nahe zu bringen, um die Zusammenhänge der natürlichen Kreisläufe zu verstehen. Die naturinteressierte Bevölkerung soll zudem auf das bedrohte Leben der verschiedenen Insektenarten in Deutschland aufmerksam gemacht werden. Neben der Honigbiene gibt es viele weitere blütenbestäubende Insekten. Viele dieser Insekten wie z.B. Wildbienen, Hummeln und Wespen legen im Sommer Eier in morsches Holz, Lehmboden, Sandboden, Mauerlücken, Reisighaufen, hohle Äste oder Grashalme. Diese verschiedenen Biotope werden nach Möglichkeit in einem Insektenhaus dargestellt und den Insekten als Brutraum angeboten.

Insekten sind sehr nützliche Tiere, beißen und stechen den Menschen gewöhnlich nicht und leben meist auch nicht in Völkern zusammen. Viele Wespenarten helfen sogar Schadinsekten (Schlupfwespen gegen Eichenprozessionsspinner) und andere Plagegeister wie Mücken und Stechfliegen in ihrem Bestand zu regulieren, so dass sie keine Überhand nehmen. Auch sind es oft Wildbienen, die im Frühjahr die Obstbaumblüten bestäuben, da sie früher als die Honigbienen schlüpfen. So bestäuben sie allein ein Viertel aller Blütenpflanzen.

Summ, summ, summ, Bienchen summ herum …

Wer Lust hat, selbst ein kleines Wildbienenhaus für seinen Garten zu gestalten, braucht nicht viel:

  • 1 ausgewaschene, saubere Dose (mindestens 10 cm hoch)
  • Füllmaterial wie (naturbelassenes Schilf, Bambus, Stängel von Himbeere, Brombeere oder Holunder)
  • etwas Gips, um die Röhrchen an der Rückwand „zu fixieren“
  • ggf. 1 langes Band oder 1 dünnen Draht
  • Z.B. Juteband zur Wärmeisolierung von Außen

Werkzeug

  • Säge, Pfeifenputzer oder Schlauchbürste

Eine einfache Anleitung findet ihr hier:

Hinweis: die Eingangsröhren müssen möglichst glatt sein, damit die Insekten sich nicht die Flügel beim ein- und auskehren verletzen.

Wildbienen Galerie


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